Strahlefrau

curie

Die als Maria Skłodowska geborene Forscherin starb zwar vor fast 80 Jahren, dennoch hatte ihr Umgang mit radioaktiven Elementen auch Auswirkungen auf ihren Nachlass. Weil sie in Polen nicht studieren konnte, ging sie ohne finanzielle Unterstützung ihrer Familie nach Paris, wo sie an der Sorbonne ihren Doktor auf dem Gebiet der gerade erst entdeckten Becquerel-Strahlen machte. Gemeinsam mit ihrem Mann Pierre entdeckte sie die Elemente Radium und Polonium. Der Umgang mit diesen stark strahlenden Stoffen ist jedoch auch der Grund für Curies Tod: sie litt jahrelang an der Strahlenkrankheit, an der sie 1934 starb.

Marie Curie ist die bisher einzige Frau mit mehreren Nobelpreisen und war die erste Professorin an der Sorbonne. Ihre Tochter Irene erhielt 1935 wie ihre Mutter 25 Jahre zuvor den Nobelpreis für Chemie.

Die von radioaktiven Stoffen ausgehende Gefahr wurde erst nach und nach erkannt, lange Zeit galten sie als harmlos. So wurde etwa das im Dunkel leuchtende Radium für leuchtende Ziffernblätter verwendet. Erst die ungewöhnlich hohen Toderaten der Fabrikarbeiterinnen setzten dieser Praxis ein Ende.

Von wegen vogelfrei

... dass alle  Schwäne  Großbritanniens  offiziell  der Queen  gehören

(zumindest gilt das für alle wild lebenden). Der Schwan ist neben dem Adler der bedeutsamste Vogel sowohl in der Mythologie als auch in der Kulturentwicklung des Menschen. Schon in der Antike stand er unter Schutz und war Bestandteil von Legenden (so verführte Göttervater Zeus als Schwan die schöne Leda). Im Mittelalter war die Schwanenzucht Hoheitsrecht der Fürsten, die Jagd und der Verzehr standen unter Strafe. Teilweise mussten die Untertanen sogar Steuern in Form von Futter für die Tiere abführen. Damit Queen Elizabeth genau weiß, wie groß ihr Besitz ist, werden die Schwäne jedes Jahr offiziell gezählt und von einem Amtsträger (dem Swan Marker) markiert. Elizabeth ist übrigens seit nunmehr 60 Jahren (oder 11 Premierminister lang) im Amt. Länger schaffte das in Großbritannien bisher nur ihre UrUr-Großmutter Victoria.

Steinalt

... dass stonehenge 1500 jahre älter ist als das kolosseum

Etwa 3.000 bis 2.500 v. Chr. wurde die eigenwillige Struktur aus großen Felsen (Megalithen) errichtet. Die genaue Verwendung durch die Menschen der Bronzezeit ist unklar, ebenso, ob die Felsen natürlich (etwa durch Gletscher) nach Wales gebracht wurden oder ob sie verschifft wurden. Fest steht aber, dass am Morgen des Mittsommertags die Sonne genau über dem einzelnen äußeren Felsen aufgeht und ins Innere der Anlage strahlt. Vielleicht hatte Stonehenge also neben der kulturellen/religiösen Komponente auch eine astronomische Bedeutung.

Das Kolosseum in der Mitte Roms wurde etwa 1.500 Jahre später als Circus (ein Ort für Spiel) erbaut. Es fasste ca 50.000 Menschen und gleicht damit neuzeitlichen Stadien. Der größte Circus in Rom war allerdings der hauptsächlich für Wagenrennen genutzte Circus Maximus. In ihn passten 300.000 Besucher. Heute ist der nur noch eine große Wiese ein Stück vom Forum Romanum entfernt. Die Tribünen wurden als Baumaterial unter anderem für den Petersdom verwendet.

Mich dünkt er hat getrunken

Der Londoner Taxifahrer George Smith wurde von der Polizei angehalten, nachdem er eine Mauer gerammt hatte. Die Beamten sahen ihm an, dass er betrunken war und Smith gab es letztlich auch zu – nachweisen konnten sie ihm das aber nicht. Blut- oder Urintests waren schlichtweg zu teuer, um sie für ein Verkehrsdelikt zu verwenden. Der Alko-Test mit Atemluft wurde erst 30 Jahre später entwickelt. Der Toxikologe Rolla Harger ließ Probanden in einen Ballon blasen und stülpte diesen über ein Fläschen mit Pulver. War Alkohol in der Atemluft, änderte dieses seine Farbe – je schneller, desto höher der Alkoholgehalt. Moderne Alkomaten verwenden keine chemische Reaktion mehr, die Messung geschieht mit zwei Elektroden.

Nachwort: George Smith zahlte für sein Vergehen 25 Shilling. Im schlimmsten Fall kostet Alkohol am Steuer aber Leben.

Wer fliegen kann …

Während ihre Flügel unglaublich beweglich sind und der Vogel sogar rückwärts fliegen kann, sind die die Beine so verkümmert, dass sich mit Müh und Not ein paar Hopser ausgehen.

Das übrige Leben des Kolibri scheint dagegen unglaublich beschleunigt: sein Herz schlägt bis zu 1000 Mal in der Minute, in der selben Zeit atmet er 250 Mal. Im Verhältnis zu seiner Körpergröße ist er eines der schnellsten Lebewesen der Erde. Er bewegt sich in der Sekunde 400 Mal soweit wie er groß ist (ein Mensch müsste dazu 2500 km/h schnell laufen). Um seinen unglaublichen Energiebedarf zu decken muss der Kolibri ständig fressen – sonst würde er innerhalb weniger Stunden verhungern. Das sag noch einer, unser Gesellschaftsleben liefe zu schnell ab. Für die Unbelehrbaren gibt’s hier aber noch einen Webtipp: bit.ly/59HPDm

Was ist das hier?

Genervt von kollektiver Intelligenz? Davon, dass Wissen Macht ist? "Hast du eigentlich gewusst, dass ... ?" liefert regelmäßig Wissen das so unsinnig ist, dass es einem die Gehirnwindungen reinigt. Und mit dem man trotzdem seine Freunde beindrucken kann.