Thermometer-Turm

... dass  der  Eiffelturm im  Sommer  15  cm höher ist  als  im  Winter?

Der Eiffelturm gilt als Wahrzeichen schlechthin: beliebt als Postkartenmotiv, Straßenkünstlervorlage und Platz für Heiratsanträge. Das war nicht immer so: Bereits die Planung war von Protesten von Künstlern, Intellektuellen und Architekten begleitet. Kurz nach der Eröffnung vollzog die Pariser Bevölkerung aber eine Kehrtwende und wurde beinahe einstimmig stolz auf das damals höchste Gebäude der Welt. So stolz, dass der ursprünglich nur temporär gedachte Bau auf Dauer bestehen bleiben sollte. Das stellte die Stahlkonstruktion jedoch vor Herausforderungen: regelmäßig müssen Teile erneuert werden und alle 7 Jahre muss der gesamte Turm neu lackiert werden, wobei er jedes Mal um 15 Tonnen schwerer wird.

Die Höhenunterschiede kommen durch das Prinzip der Wärmeausdehnung zustande: Stoffe dehnen sich bei Erwärmung durch die stärkere Bewegung der enthaltenen Atome aus. Bei Gasen ist diese Ausdehnung recht stark, der Gasdruck steigt. Aber auch in Festkörpern ist dieser Effekt – jedoch weitaus schwächer – zu beobachten. Bei Konstruktionen wie dem Eiffelturm, die vollständig aus dem gleich Metall bestehen, führt die Ausdehnung gewöhnlich zu keinen Problem. Gefährlicher ist ein Materialmix mit sich unterschiedlich stark dehnenden Stoffen oder Bauten, die keinen Platz zur Ausdehnung haben, wie etwa Zugschienen. Sie erhalten zur Sicherheit Dehnungsfugen. Wenn die Räder über diese fahren, kommt es zum typisch monotonen Zugrattern.

 

Mit Zwischenraum, hindurch zu schauen

... dass  alle  menschen,  die  jemals  gelebt  haben,  in  einem baseball  platz  hätten,  wenn man  den  zwischenraum  in  den atomen  entfernen  könnte?

Alle bekannten Stoffe, seien sie fest, flüssig oder gasförmig, werden aus Atomen gebildet, die wiederum in eine Vielzahl kleinerer Teilchen unterteilt sind. Ernest Rutherford entwarf bereits 1911 das Modell eines Atoms, das aus einem positiv geladenen Kern besteht, der von negativ geladenen Teilchen umkreist wird. Der Kern ist dabei im Vergleich zum Gesamtdurchmesser des Atoms sehr klein (die Bahn der Elektronen ist bis zu 100.00mal größer als der Kerndurchmesser). Der bei weitem größte Teil des menschlichen Körpers besteht also trotz seiner Festigkeit aus Zwischenraum.

Wasserspiele

wasserglas

Die Wassermenge in den Weltmeeren ist enorm: 2010 wurde eine Zahl von 1,3 Milliarden Kubikkilometer H2O in allen Ozeanen der Erde errechnet, wobei ein Kubikkilometer Wasser 10 Billionen Litern entspricht. So phantastisch diese Zahl auch klingen mag, die Größe von Wassermolekülen ist jedoch noch unglaublicher. Würde man ein Schnapsglas Wasser über Europa ausschütten und die Größe eines jeden Moleküls nur auf Sandkorngröße erhöhen, wäre der Kontinent von einer zwei Meter hohen Schicht bedeckt.

Dennoch ist die Erde ein trockener Planet. Nur 0,2 Promille der Erdmasse sind Wasser. Da es allerdings größtenteils im flüssigen Zustand auf die Planetenoberfläche konzentriert ist, bietet es ideale Voraussetzungen für die Entstehung von Leben.

Strike a pose!

Die Geschichte klingt unglaublich: Als Forstarbeiter hat Sullivan zwar eine höhere Wahrscheinlichkeit, in ein Gewitter zu geraten, die Chance, sieben Mal vom Blitz getroffen zu werden liegt trotzdem bei 1:16 Quadrillionen. In Interviews sprachen Sullivan oft davon, dass er von Wolken regelrecht verfolgt wurde.

2009 gingen über Österreich gezählt 205.455 Blitze nieder, wovon aber nur 10% im Boden einschlugen. Städte sind aufgrund der Luftverschmutzung übrigens etwas blitzgefährdeter.

Saurer Apfel

Apfelsaft hat je nach Sorte (aus Konzentrat, natürtrüb etc) 0,1 bis 0,5 Vol% Alkohol, was bei einem Glas (250 ml) in etwa der Alkoholmenge eines 4cl-Stamperl Likör (wie Baileys) entspricht. Dass Apfelsaft trotzdem als „alkoholfrei“ gilt, liegt am Lebensmittelgesetz: alles unter 0,5 Vol% entspricht dieser Deklaration, etwa auch alkoholfreies Bier. Apfelsaft ist natürlich ungleich gesünder und entspricht in einer Verdünnung von 1:3 mit Wasser etwa dem Elektrolyt-Gehalt des Blutes. Da er dadurch vom Körper schnell aufgenommen wird, ist er der ideale Durstlöscher.

Was ist das hier?

Genervt von kollektiver Intelligenz? Davon, dass Wissen Macht ist? "Hast du eigentlich gewusst, dass ... ?" liefert regelmäßig Wissen das so unsinnig ist, dass es einem die Gehirnwindungen reinigt. Und mit dem man trotzdem seine Freunde beindrucken kann.